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Bossprioritäten in WoW Auditor verständlich erklärt

Ein Rechenbeispiel mit 7 und 8 Punkten zeigt, wie Rollen, Mainpriorität und Ausrüstungsdaten die Aufstellung beeinflussen und was vor der Veröffentlichung zu prüfen ist.

Bossprioritäten in WoW Auditor verständlich erklärt

Kurz und knapp

Die Punkte machen offene Ausrüstungswünsche pro Boss sichtbar. Prüfe Rollen, Main-/Twinkstatus und Bossanzahlziele, bevor du die endgültige Aufstellung bestätigst.

Zwei Spieler möchten beim selben Farmboss dabei sein. Einer hat 8 Prioritätspunkte, der andere 7. Wer bekommt den Platz?

Das hängt von den Regeln des Kaders ab. In WoW Auditor beschreibt die Punktzahl das festgelegte Gewicht der noch offenen Ausrüstungswünsche eines Charakters für diesen Boss. Die Zuteilung berücksichtigt außerdem Rollen, Main- oder Twinkstatus und Vorgaben zur Bossanzahl. Ohne diese Bedingungen wird aus einer Planungshilfe schnell ein Streitpunkt.

Wir erklären die Berechnung anhand eines ausdrücklich fiktiven Beispiels und zeigen die Prüfung vor der Veröffentlichung der Aufstellung. Grundlage ist die am 4. November 2026 geprüfte Implementierung von WoW Auditor. Die gespeicherten Einstellungen deines Kaders haben Vorrang vor den Beispielwerten.

Welche Frage die Punktzahl beantwortet

Die hilfreiche Frage lautet: Wie viele konfigurierte Prioritätspunkte entfallen auf die offenen Wünsche dieses Charakters bei genau diesem Boss?

Der Wert gilt jeweils für einen Charakter und einen Boss. Er berechnet weder den DPS-Zuwachs noch Spielstärke, Killchancen oder einen Anspruch auf Beute. Warcraft-Logs-Leistung, Mythic+-Wertung und bisher erhaltene Gegenstände sind andere Kennzahlen.

Die Berechnung verwendet Ausrüstungswünsche der Charaktere im gewählten Kader, gleicht sie mit der Bossbeute ab und wendet die Punkte für Wunschtyp und Gegenstandskategorie an. Passende Gegenstände, die bereits als auf Mythisch erhalten erfasst sind, werden aus den offenen Wünschen ausgeschlossen. Korrekte Wünsche und Beutehistorie sind deshalb ebenso wichtig wie die Gewichtung.

Vom Ausrüstungswunsch zur Punktzahl

Angenommen, der Kader verwendet diese Beispielgewichte für BiS:

KategoriePunkte je passendem BiS-Wunsch
Setgegenstand: Tier8
Waffe oder Schmuckstück5
Sonstige Ausrüstung2

Das sind zugleich die BiS-Ersatzwerte der Implementierung, wenn keine Prioritätseinstellungen vorliegen. Sie sind weder Blizzard-Regeln noch eine Empfehlung für jede Gilde. Ein Kader kann eigene Werte speichern. Eine Kombination aus Wunschtyp und Kategorie ohne hinterlegte Punkte trägt null bei.

Für einen fiktiven Boss betrachten wir drei Maincharaktere derselben Nahkampfrolle. Alle Wünsche sind gültig; der Setwunsch zählt noch zur Kategorie Tier:

CharakterOffene passende WünscheRechnungPunkte
Spieler ABiS-Waffe und BiS-Ring5 + 27
Spieler BBiS-Settoken88
Spieler CBiS-Schmuckstück55

Ist nur ein Nahkampfplatz frei und greift keine weitere Bedingung ein, liegt Spieler B in diesem Vergleich vorn. Das zeigt die höchste konfigurierte Ausrüstungspriorität, beweist aber keinen größeren Schadensgewinn als bei Spieler A.

Ändern wir jeweils nur eine Voraussetzung:

  • B ist ein Twink, A ein Main. Die erste Zuteilung besetzt Rollenplätze zunächst mit Mains. A kann trotz niedrigerer Punktzahl den Platz erhalten.
  • B ist Heiler. Seine 8 Punkte gehören in den Vergleich der Heiler. Eine höhere Zahl macht aus ihm keinen Kandidaten für einen Nahkampfplatz.
  • B besitzt bereits vier Setteile. Bei einem erfassten Stand von vier oder fünf Teilen verwendet ein entsprechender Setwunsch aktuell die Punkte für sonstige Ausrüstung. Im Beispiel sinkt dieser Beitrag von 8 auf 2.
  • As Waffe ist bereits als auf Mythisch erhalten erfasst. Stimmt die Historie mit dem gewünschten Gegenstand überein, fällt dessen Beitrag weg. Der Ring liefert weiterhin 2 Punkte.

Das sind getrennte Szenarien. Nach Änderungen an den Daten neu berechnen: Ein altes Ergebnis lässt sich nicht mit neuen Einstellungen erklären.

Die Besonderheit universeller Tokens

Ein universelles Token zählt nicht für jeden noch gewünschten Setslot einzeln. Bei einem Boss mit einem solchen Token wählt die Berechnung den höchstbewerteten geeigneten Setwunsch, der bei diesem Boss noch nicht durch eine exakte Tier-Zuordnung abgedeckt ist. Das universelle Token wird einmal gewertet.

So wird ein möglicher Tokendrop nicht zu mehreren unabhängigen Verbesserungen für einen Charakter mit mehreren offenen Setslots. Der erfasste Setstand beeinflusst weiterhin die Kategorie. Prüfe bei überraschenden Punkten Wunsch, Tokenzuordnung und Anzahl der Setteile gemeinsam.

Warum die Punkteliste noch keine fertige Aufstellung ist

Die automatische Zuteilung arbeitet schrittweise. Zuerst besetzt sie die konfigurierten Tank-, Heiler-, Nahkampf- und Fernkampfplätze mit Maincharakteren, innerhalb dieser Gruppe nach Punkten sortiert. Danach werden verbleibende Rollenplätze mit Nicht-Mains besetzt. Flexplätze gehen ebenfalls zuerst an Mains, dann an Nicht-Mains, bis zur implementierten Gesamtgröße von 20 Charakteren.

Erst danach werden konfigurierte Ziele für die Bossanzahl angewandt. Sie können Charaktere zwischen Aufstellung und Ersatzbank verschieben. Prüfe solche Ziele gegen verfügbare Plätze und Rollen: Nicht jede gewünschte Kombination ist erfüllbar.

Angezeigte Klassenanforderungen geben dieser Punktzahl keinen versteckten Klassenbonus. Braucht eure Taktik eine bestimmte Fähigkeit, kontrolliere die tatsächliche Aufstellung. Das Eintragen einer Klassenanforderung bedeutet nicht, dass der Algorithmus sie im Hintergrund optimiert hat.

Die beschriebene Zuteilungsberechnung gilt für als Farm markierte Bosse. Sie ist kein automatischer Optimierer für eine Progressaufstellung.

Die Prüfung vor dem Raidabend

Beginne mit einem Boss. Prüfe in Boss Composition den ausgewählten Kader und lasse einen Gildenadmin Konfiguration und Prioritätswerte kontrollieren. Calculate & Assign berechnet Zuteilungen neu; die Aktion sortiert nicht bloß eine bestehende Liste. Beschriftungen können je nach Oberflächensprache abweichen.

Gehe bei einem unplausiblen Ergebnis rückwärts vor:

  1. Kaderzugehörigkeit, Main-/Twinkstatus und Rolle des Charakters prüfen.
  2. Den tatsächlichen Gegenstand, Wunschtyp und erfassten Setstand öffnen.
  3. Wünsche mit der Beutetabelle und passender Beutehistorie vergleichen. Ein fehlender Beitrag ist nicht automatisch ein Berechnungsfehler.
  4. Die gespeicherten Werte dieses Kaders lesen. Ein Screenshot eines anderen Kaders ist kein geeigneter Vergleich.
  5. Farmmarkierung, Rollenplätze und Bossanzahlziele prüfen. Neu berechnen und auch die Ersatzbank ansehen.

Sind die Eingaben korrekt, passt der Vorschlag aber nicht zur Taktik, trefft eine bewusste Leitungsentscheidung und erklärt den Grund. Eine mögliche Ankündigung trennt Rechnung und Entscheidung:

Diese Zuteilungen verwenden unsere gespeicherten Ausrüstungsgewichte, Mainpriorität und Rollenanforderungen. Ersatzbank und Bossanzahlziele wurden vor der Veröffentlichung geprüft. Meldet einem Offizier den konkreten Eintrag, wenn Wunsch, Rolle oder Beutehistorie falsch sind.

Das ist eine anpassbare Nachricht, kein Bericht über eine reale Gilde. Ziel ist eine nachvollziehbare Aufstellung: Spieler verstehen die Zahl, Offiziere finden falsche Eingaben und die Punktzahl wird nicht zum Urteil über einen Menschen.